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MLP für spekulative Anleger


12.07.2007
Der Aktionär

Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom Anlegermagazin "Der Aktionär" empfehlen die Aktie von MLP (ISIN DE0006569908 / WKN 656990) spekulativ orientierten Anlegern.

Jüngsten Gerüchten zufolge, wolle sich die französische AXA den in Heidelberg ansässigen Finanzvertrieb MLP angeln. Die Franzosen möchten somit ihren Vertrieb in Deutschland stärken. Diese Gerüchte seien aufgekommen, nachdem Henri de Castries, Unternehmenschef der AXA, bestätigt habe, das Deutschlandgeschäft weiter ausbauen zu wollen. Gegenüber den Experten von "Der Aktionär" habe ein Analyst dazu gesagt: "Das Gerücht entbehrt eigentlich jeder Grundlage, MLP würde seine für das Geschäftsmodell notwendige Unabhängigkeit verlieren".

Den Anlegern könne dies egal sein, denn die Gerüchte hätten, wie schon des Öfteren in der Vergangenheit, der MLP-Aktie eine Bodenbildung nach dem zuletzt deutlichen Rückgang von 19,50 Euro auf fast 14 Euro beschert. Wie die Experten berichten würden, hätten der Rücktritt des Finanzvorstands, die Aktienverkäufe von Ex-Vorstand Bernhard Termühlen und Spekulationen um den möglichen Markteintritt eines weiteren Konkurrenten unter der Regie zweier ehemaliger MLP- bzw. AWD-Größen den Kurs gedrückt.


Dabei laufe es aus operativer Sicht bei den Heidelbergern gut. An das vierte Quartal des vergangenen Geschäftsjahres habe sich ein starkes Auftaktquartal 2007 angeknüpft. Die Gesamtleistung sei in den ersten Monaten dieses Jahres um 11 Prozent auf 144,7 Mio. Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis (EBIT) habe sogar um 34 Prozent auf 16,7 Mio. Euro zulegen können. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandschef von MLP, habe sich aber auch für das zweite Quartal zufrieden gezeigt. "Der Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2007 entspricht unseren Planungen", so Schroeder-Wildberg, der seine EBIT-Prognose in Höhe von 110 Mio. Euro für das Gesamtjahr bestätigt habe.

Nach Angaben der Experten, sei die Marge dank der eigens auferlegten Schlankheitskurs von 9,6 Prozent auf 11,5 Prozent erhöht worden. Es sollten weitere Verbesserungen folgen. Der neue Bereich Vermögensverwaltung sorge bei dem im März übernommenen Tochterunternehmen Feri Finance für neue Wachstumsimpulse. Daraus würden Analysten in diesem Jahr einen EBIT-Beitrag von mindestens 10 Mio. Euro erwarten.

Nach Meinung der Experten, sei die MLP-Aktie im Moment mit einem 2008er-KGV von 17 kein Schnäppchen mehr. Allerdings würden die Kostensenkungsmaßnahmen und der Zukauf von Feri Finance Spielraum nach oben lassen. Solange ferner das Gerücht der Übernahme durch die französische AXA auf dem Parkett ertöne, bleibe das Papier fantasiegeladen.

Nach Erachten der Experten von "Der Aktionär" sollten aber nur spekulativ orientierte Anleger das aktuelle Niveau zum Einstieg in die MLP-Aktie nutzen. Das Kursziel sehe man bei 19 Euro. Zur Absicherung sollte ein Stoppkurs bei 13,50 Euro platziert werden. (Ausgabe 29) (12.07.2007/ac/a/d)



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